Patrick Gruban
aus Vierzehnvier, der freien Wissensdatenbank
1996 Mitgründer des Online Stammtisch und von cassiopeia, 2000 dann Mitgründer des FIWM und seit 2001 selbständig im Bereich Social Networks und Communities unterwegs.
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Gruban über Gruban
Erste Schritte
Bevor ich den ersten Kontakt mit dem Internet machte, war ich in Mailboxen unterwegs. DFÜ - Datenfernübertragung - nannte sich das ganze 1993 als ich meine erste E-Mail-Adresse des Zerberus Netzwerks bei der Link-M bekam. Bei den Usertreffen lernte ich Gabi Hofacker, Nora Bugdol und Claus Herwig kennen und bei meinen gelegentlichen Chat-Ausflügen zur Cube-Mailbox sah ich Frederika Gers und Klaus Eder. 1994 richtete Sebastian von Bomhardt meinen ersten Internet-Account auf muc.de ein, der damals einzigen Möglichkeit als Privatperson ins Internet zu kommen. In dem Jahr fing ich meinen Zivildienst an und nutzte die freien Abende um Webseiten über die Münchner Techno-Szene zu gestalten. Darüber lernet ich Stefan Weiß vom Provider Touch.Net kennen und der Informatikstudent Christian Seiler mailte mir mit der Frage ob wir nicht gemeinsam einen Rundgang durch den Ultraschall-Club realisieren wollten. Auch Joerg Geissler von der Werbeagentur Graffiti fragte mich an ob wir uns mal treffen könnten. Nachdem ein paar Tage später die Nachricht in der Post lag, dass meine Abi-Note nicht für eine Studium der Kommunikationswissenschaften reichen würde, handelte ich ein Praktikum für Ende 1995 dort aus.
1996
Während meines Praktikums bei Graffiti hörte ich von einem Freund, dass die Burda Medienforschung auch Praktikanten beschäftigen würde. Thomas Frietsch sagte mir zu, dass ich von Januar bis Mitte Februar dort mitmachen könnte, danach hatte ich ein zweijähriges Traineeprogramm bei Graffiti ausgehandelt. So lernte ich in sechs Wochen im Schnelldurchgang die Teams von Uni Online (Sybille Fleischmann, Harald Mandl, Willy Willinger, Thomas Mrazek), Europe Online (Harald Taglinger), Focus Online, sowie Klaus Driever und Steffi Czerny kennen. Diese Kontakte waren die Ausgangsbasis für den Online Stammtisch, den wir im April des Jahres als Art Ehemaligentreffen starteten.
Zur gleichen Zeit entwickelte Christian Seiler einen Chat, von dem ich eine Lizenz an Klaus Driever verkaufen konnte, der dann Leiter von ProSieben Online war. Zusammen mit Carsten Hecht und Jens Krumm gründeten wir cassiopeia um die Chatsoftware sowie Programmierdienstleistungen zu verkaufen.
1997-99
Das Geschäft mit cassiopeia lief gut und Touch.Net bot uns an Untermieter in ihren neuen Räumen in Unterhaching zu werden. Ich kündigte bei Graffiti und Anfang 1997 starteten wir zu viert Vollzeit. Um neue Kunden zu finden engagierte ich mich in den Branchenverbänden, vor allem dem dmmv und dem Online-Bereich des DDV. Die meisten Kunden kamen aber über den Online Stammtisch. Dort startete ich zusammen mit Maja Bott vom Online AV und Hans Rehr vom Medienforum die Reihe Netzblicke, bei der einmal im Monat jeweils drei Firmen sich in 15 Minuten vorstellen konnten. Zwischen 30 und 100 Teilnehmer kamen meist ins Literaturhaus.
2000-01
cassiopeia hatte einen Vorstand, Venture Capital und wuchs auf über 100 Mitarbeiter. Zum hendl.de Event 1999 kamen Otto Held, Maja Bott, Daniel Zimmermann, Holger Papst in bierseliger Laune auf die Ideen aus dem losen Verbund des Online Stammtischs einen Verein zu machen. Nach etlichen Treffen frühmorgens bei Schmalznudeln im Cafe Frischhut hatten wir einen Konzept und der FIWM wurde gegründet. Man wählte mich zum Sprecher des Vorstands und später machten wir Otto Held zum Geschäftsführer.
Ende 2000 platzte die Dotcom-Blase und bis Sommer 2001 schrumpfte cassiopeia auf 30 Mitarbeiter. Mein Bereich, zuständig für die Konzeption und den Betrieb von Communities, sollte geschlossen werden. Nachdem ich nicht wieder ins Marketing der mittlerweile auf den B-to-B-Bereich ausgerichteten Software gehen wollte, verabschiedete ich mich von cassiopeia in die Selbständigkeit. Die erste freie Zeit nutzte ich um ein Buch über Business Communities herauszugeben, für das auch Joerg Geissler, Sven Kilian, Christoph Hieber, Bodo Polzer und Michael Schmidt Kapitel schrieben.
2002-2004
In der Zeit zeischen Web 1.0 und Web 2.0 hatte ich Lehraufträge zu Communties an der FH Salzburg und der TU München, beriet zusammen mit Spektrum Kunden in Blended Learning Projekten und implementierte Content Management Systeme. Von 2003 bis 2005 war ich zusammen mit Willy Willinger und Joerg Geissler in einer Bürogemeinschaft.
seit 2005
Mit Jörg Stengel, den ich schon aus Graffiti-Zeiten 1996 kenne, als er das Stadtnet betrieb, arbeite ich seit letztem Jahr an Web 2.0 Projekten, u.a. minga.de und dem Aktuellen Lexikon.
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