Thomas Wingenfeld

aus Vierzehnvier, der freien Wissensdatenbank

1994 bis 2000

Thomas Wingenfeld wurde durch zwei sehr unterschiedliche Persönlichkeiten auf das Internet aufmerksam. Zum einen hatte Dr. Hubert Burda 1994 eine "Vision", dass sich alle Unternehmensbereiche mit Multimedia auseinandersetzen sollen, die Marktforschung (später Medienforschung) des Konzerns sondierte das Feld sehr früh. Die zweite Persönlichkeit war Patrick Gruban, der wiederum über Stephan Simon (damals Akademie zum Dritten Jahrtausend, heute McKinsey) in die Marktforschung empfohlen wurde. Dank Patrick konnte die Marktforschung in einer kostengünstigen, schnellen, flexiblen und auch organisch wachsenden Weise zwei Online-Dienste starten. www.newsline.de war ein kostenfreier Informationsdienst, mit dem Burda erstmals bisher rein intern verfügbare Studien, Analysen und Meinungen zu Medien, Marketing, Motivation und Management veröffentlichte. Initiative Media nutze den Dienst bereits 1995 mit der ersten bei einem deutschen Online-Dienst geschalteten Anzeige für die Rekrutierung von Mitarbeitern. TDWI.com hingegen war ein Dienst, der innovatives Frontend, Warenkorbsystematik und einen EDV-Zählservice im Backend miteinander verbunden hat, um ehemals kostenpflichtige Marktforschungsdaten online zählbar zu machen. Das Projekt "Wissensmaschine", das mit EuropeOnline angedacht war (Armin Cremerius-Günter) kam nie über erste Meetings hinaus, da sich die Burda-Gruppe entschieden hatte, einige kostenintensive New Media Projekte zu verkaufen (HOS Health Online Service, New World Vision, Navigo, Futurekids, Uni-Online), einzustellen (Blockbuster, EuropeOnline) bzw. mit anderen Geschäftsfeldern zu bündeln (Traxxx, Treffpunkt --> Focus Online; restliche Lines --> BurdaCom).

2001 bis heute

Thomas arbeitet heute nach Zwischenstationen bei Focus Magazin Verlag und Verlagsgruppe Weltbild bei CNET Networks, deren Mitgründer und langjährige CEO Shelby Bonnie zeitgleich zu den Internetversuchen bei Burda das Portal CNET.com gestartet hatte. CNET Networks hat sich in USA & Europa von den Zeitschriften getrennt, da sie nicht mehr zum strategischen Fokus passen und reine Online-Marken wie TV.com, Search.com, Gamespot.com und BNET.com geschaffen. Diese Strategie ist eine Herausforderung an alle Beteiligten, da es im Internet eine ständig zunehmende Konkurrenz und sich verändernde Nutzerwünsche gibt, zugleich die Erwartungshaltung von Konsumenten, Entscheidern und Marketingverantwortlichen immer weiter steigt.

Nachdem die "Interaktivierungs-Tendenz" aus der Wikipedia gelöscht wurde (mit der Begründung, dass die in der Studie enthaltenen Voraussagen alle eingetroffen seien, deshalb wäre es Allgemeingut), wird diese Geschichte hier fortgeschrieben: http://www.interaktivierung.net

'Persönliche Werkzeuge